Tiefenpsychologie in Psychotherapie, Selbsterfahrung und Supervision

Tiefenpsychologie versucht unbewusste Prozesse und deren Einfluss auf das Erleben und Verhalten einer einzelnen Person oder mehrerer Personen in Gruppen zu verstehen. Wesentliche Merkmale sind ein ressourcenorientiertes, zielgerichtetes Arbeiten im Hier-und-Jetzt, das Erkennen und Bearbeiten von ungelösten Konflikten, die aus der Vergangenheit stammen und aktuelle Probleme verursachen, wie auch die Förderung von Selbstreflexion und Einsicht in Muster und Dynamiken.

Psychotherapie kann helfen, schwierige Lebensphasen und Krisen zu meistern. Belastendende Ereignisse aus der Vergangenheit können uns an der Entfaltung unserer Potentiale hindern und unsere Lebensfreude schmälern. Durch Hinschauen und Finden eines sprachlichen Ausdrucks kann tiefenpsychologische Psychotherapie das Erleben positiv verändern.

Klassische Behandlungsfelder von Psychotherapie sind z. B. Depression, Burnout oder Angststörungen.

Selbsterfahrung dient vor allem dazu, sich selbst mit seinen Stärken und Schwächen gut kennenzulernen; sie soll die persönliche Entwicklung und Reifung fördern. In der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Ärzten und Psychotherapeuten ist Selbsterfahrung ein wichtiger Bestandteil – darin steht die Person des Behandlers im Fokus.

Supervision ist ebenfalls Bestandteil in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Ärzten und Psychotherapeuten – dabei geht es um die Behandlungserfahrung in der Arbeit mit Patienten.

Supervision ist aber auch ein wichtiges Instrument im beruflichen Kontext, z. B. zur Förderung der Zusammenarbeit und der Zielerreichung in Teams bzw. im Hinblick auf eine verantwortungsvolle und -bewusste Führungskultur. Auch bei problematischen zwischenmenschlichen Konstellationen im Arbeitsumfeld kann Supervision hilfreich sein.

Alle genannten Interventionen können im Einzel- oder Gruppensetting stattfinden.